Kastrierte Katzen leben länger

Wussten Sie, dass es nach 10 Jahren über 80 Millionen Katzen ergibt, wenn man annimmt, dass ein Katzenpaar zweimal im Jahr Junge bekommt und pro Wurf im Durchschnitt 2,8 Katzen überleben?

Wussten Sie, dass 2-3 mal jährlich unzählige kleine Katzen geboren werden, für die es keinen Platz gibt, die oftmals einfach getötet werden?

Wussten Sie, dass allein in Deutschland ca. 250.000 heimatlose, streunende Katzen in Wald und Feld abgeschossen werden?

Wussten Sie, dass mindestens ebenso viele Katzen jährlich auf den Straßen überfahren werden und in den Straßengräben einen qualvollen Tod sterben?

Wussten Sie, dass die Geburtenregelung auch Vogelschutz darstellt?

Gegen dieses Elend hilft nur eins, das konsequente Kastrieren.

Doch leider wird dieses Thema immer noch zu sehr aus menschlicher Sicht betrachtet.
„Ich möchte meiner Katze den Spaß nicht verderben!“

Fakt ist - Die Paarung ist ein instinktiver Trieb und kein Spaß.
Die Katze lockt den Kater mit bestimmten Gerüchen und lässt sich für ca. 10 Sekunden begatten, während der Kater ihre Schultern mit seinen Krallen und ihren Nacken mit seinen Zähnen packt. Dem entgegnet das Weibchen anschließend mit Kratzen und Beißen. Die weibliche Katze empfindet Schmerzen bei der Paarung. Der Penis des Katers ist mit Widerhaken ausgestattet, was beim Zurückziehen einen intensiven, krampfartigen Schmerz auslöst. Dieser Schmerz ist der Auslöser für den Eisprung.

„Meine Katze soll einmal das Wunder der Geburt erleben!“

Fakt ist - dass rollige Katzen einer großen hormonellen Belastung ausgesetzt sind, der nur durch eine Befruchtung oder durch die Kastration ein Ende gesetzt werden kann. Wird das Tier ausschließlich in der Wohnung gehalten und nicht gedeckt, kommt es zu einer regelrechten “hormonelle Vergiftung”, der Dauerrolligkeit.

Für eine Katze ist die Geburt kein Wunder, sondern ein Instinkt zur Erhaltung der Art. Sie würde sogar schwache und kranke Junge für den Rest des Wurfes ausgrenzen und sterben lassen.

Die Paarung bringt noch weitere Gefahren mit sich. Auf der Suche nach einem Partner, entfernen sich ie Katzen weit von Zuhause, überqueren unbekannte Straßen und sind so lange unterwegs, bis ein Geschlechtspartner gefunden ist. Handelt es sich um eine weibliche Katze, läuft sie Gefahr, sich bei der Paarung durch den Nackenbiss das tödliche FIV-Virus (=Katzenaids) einzuhandeln.

Unkastrierte Kater entlaufen meist bei Einsetzen der Geschlechtsreife, weil sie durch den Geruch eines Weibchens gelockt, oft viele Kilometer zurücklegen. Die meisten überfahrenen Katzen werden während der Paarungszeit aufgefunden! Beim Kampf um ein Weibchen sind Kater zusätzlich erbitterten Katerkämpfen mit anderen Revierkatern ausgesetzt, durch die sie oftmals schwer verletzt und mit tödlichen Krankheiten wie FeLV (=Leukose) oder FIV (=Katzenaids) infiziert werden. Da eine Katze in der Regel von mehreren Katern gedeckt wird, ist auch für sie die Gefahr einer Infektion äußerst hoch.