Katzen würden MÄUSE kaufen.

Katzen würden … MÄUSE … kaufen.

Das ist nichts neues, bringt uns aber zu der wichtigen Erkenntnis, das Katzen reine Fleischfresser sind. Die gesunde Ernährung einer Katze ist also eigentlich ganz einfach:

  • 10 Mäuse
  • 1 bis 2 kleine Vögel
  • ein paar Insekten u.a.

das alles, am besten körperwarm, gesund und komplett mit Knochen, Federn oder Fell serviert, das ist die optimale Mahlzeit für unsere Stubentiger.

aber ……
welcher Katzenbesitzer möchte gleichzeitig eine Kleintierzucht aufbauen?

Die Alternative ist die Katze mit Fertigfutter artgerecht und gesund zu ernähren.
Kann man das?
Man kann, aber es reicht nicht, sich auf die Aussagen der Futtermittelindustrie zu verlassen. Katzen halten zwar eine ganze Menge schlechtes Futter aus, aber unbedachtes Füttern erhöht das Krankheitsrisiko.

Trockenfutter oder Nassfutter?

Trockenfutter enthält, selbst in der besten Qualität, einen sehr hohen Anteil an Getreide. Es hat höchstens einen Fleischanteil von ca. 55%, denn sonst könnte man die Bröckchen nicht produzieren. Die meisten Trockenfuttersorten enthalten noch sehr viel weniger Fleisch. Meist handelt es sich noch nicht einmal um halbwegs sinnvolles Getreide, sondern nur um „pflanzliche Nebenerzeugnisse“, unter diesem Namen lassen sich hervorragend billige Reststoffe aus der Getreideverarbeitung verwenden. Dieser große Getreideanteil im Trockenfutter ist für einen Fleischfresser eine Katastrophe und nicht artgerecht. Oder würden sie auf die Idee kommen einem Kaninchen Fleisch unter die Möhren zu mischen?

Der größte Nachteil des Trockenfutters ist der geringe Wasseranteil von 8-10%, die Katze deckt bei natürlicher Ernährung den größten Teil ihres Wasserbedarfs über die Nahrung. Bekommt eine Katze 100g Trockenfutter, so muss sie ca. 400ml Wasser trinken, um ihren Bedarf an Flüssigkeit zu decken, was keine Katze schaffen kann. Dieses Wasser wird aber für den Verdauungsprozess benötigt, daher erhöht sich das Risiko einer Nierenerkrankung. Der hohe Getreideanteil des Trockenfutters beeinflusst auch den PH-Wert des Urins ungünstig, so dass es zur Bildung von Blasensteine kommen kann. Um das zu verhindern setzten die Trockenfutter- Hersteller harnansäuernde Substanzen ein (In jüngster Zeit wird ein erhöhtes Aufkommen von Blasensteinen beobachtet, die sich in zu saurem Urin bilden).

Aber Trockenfutter ist doch gut für die Zähne! Nein, leider auch ein Trugschluss. Wenn sie ihre Katze beim Trockenfutter fressen beobachten, werden sie sehen das die Bröckchen, wenn überhaupt nur von den Zahnspitzen geknackt werden. Zu einer Reinigung der Zähne kommt es nicht. Wenn sie etwas für die Zahnpflege ihrer Katze tun möchten, dann geben sie ihr einmal die Woche ein paar rohe Rinderfleischstückchen, sie werden sehen, jetzt setzt sie wirklich ihre gesamten Zähne zum Kauen ein und man hat einen echten Putzeffekt.
Für den Menschen ist Trockenfutter eine praktische Erfindung, es riecht nicht, verdirbt nicht so schnell in der Schüssel und wird von vielen Katzen gerne gefressen. Aber wenn man die Gesundheit und die natürliche Ernährung der Katze betrachtet sollte man Trockenfutter nur als Zugabe füttern.

Die meisten Nassfuttersorten aus dem Supermarkt enthalten auf den ersten Blick als Hauptbestandteil „Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse“. Da in der Zusammensetzung die Bestandteile ihrer Menge nach aufgelistet werden, muss man aber genauer hinschauen. Steht an erster Stelle „Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse“ und an zweiter und dritter Stelle Getreide oder „pflanzliche Nebenerzeugnisse“, ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, das der Hauptbestandteil dieses Futters aus Getreide besteht. Auch die vielen verschiedenen Geschmacksrichtungen sind wohl eher für den Dosenöffner gedacht, denn eine Dose mit der Geschmacksrichtung Lamm enthält in der Regel 4% Lamm und 96% von dem was gerade billig auf dem Markt zu haben ist. Ob die Katze diese 4% herausschmecken kann? Es beantwortet aber die Frage warum eine Katze wochenlang liebend gerne die „Lammdose“ frisst und plötzlich nicht mehr anrührt. Denn sie hat 4% Lamm und 96% Rind gerne gefressen, aber dann war Ente günstig und 4% Lamm und 96% Ente frisst ihre Katze nicht besonders gerne.
Der Begriff „Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse“ gibt uns leider keinen Hinweis um welche Produkte es sich handelt. Sind es sinnvoll zusammengestellte Nebenprodukte, die einem ganzen Futtertier angeglichen sind? Oder ist es nur der Müll der bei der Schlachtung für den menschlichen Verzehr übrig bleibt und sehr günstig zu bekommen ist?
Ein Hinweis ist die Fütterungsempfehlung, wenn „Eine durchschnittlich große Katze von 3-4 Kilo braucht ca. 425 g pro Tag“ auf der Dose steht, können nicht die besten Nebenerzeugnisse verwendet worden sein. Das bedeutet nämlich das eine Katze 400g dieses Futters benötigt um ihren Tagesbedarf an Nährstoffen und Vitaminen zu decken. Das sind mehr als 10% ihres Körpergewichts und in Mäusen gerechnet mindestens 20 Mäuse. Bei einem solchen Nassfutter muss die Katze viel Müll verdauen, um an die nötigen Nährstoffe, und Vitamine zu gelangen.
Ein gutes Nassfutter enthält auch keinen Zucker oder Karamell, oder nur soviel das er nicht in der Zusammensetzung erwähnt werden muss. Das ist auch wieder ein Zusatz der eigentlich für den Menschen zugesetzt wird, Zucker und Karamell dient zum Färben des Futters. Der Katze ist es aber völlig egal, ob das Futter eine für uns appetitliche Farbe hat. Sie kann auf einen Bestandteil der Zähne und Bauchspeicheldrüse schädigen kann, verzichten.

Woran erkenne ich gutes Futter?

Trockenfutter

  • an erster Stelle sollte Trockenfleisch oder Fleischmehl in der Zusammensetzung stehen
  • es sollte wenig Getreide enthalten sein, Reis ist zu bevorzugen (oft ist das Getreide in drei oder vier Posten auseinander genommen um weiter nach hinten zu rutschen, zählt man die Posten zusammen, kann doch mehr Getreide als Fleisch im Trockenfutter sein)

Nassfutter

  • ein hoher Fleischanteil von min. 80% (die Nebenerzeugnisse sind im besten Fall genau deklariert)
  • wenig Getreide und Gemüse enthalten
  • keinen Zucker oder Karamell enthalten
  • die Fütterungsempfehlung sollte für eine 4 kg- Katze nicht mehr wie 200- 300g pro Tag empfehlen

Katzenkinderfutter
Die Ernährung von Katzenkindern ist ein wichtiger Faktor für ihr weiteres Leben. Ein Katzenkind wiegt bei seiner Geburt ca. 100 g und es nimmt in den ersten 4 Wochen um das 4-fache zu. Dadurch hat der kleine Körper einen gewaltigen Bedarf an Energie und Baustoffen. Die Zusammensetzung des normalen Futters für erwachsene Katzen kann diesen Bedarf nicht decken. Sie benötigen für ihre Entwicklung, ein an die Wachstumsphase angepasstes Kinderkatzenfutter. Dieses Futter enthält Nähr- und Aufbaustoffe, Vitamine und Mineralien in größeren Mengen und setzt den Grundstein für ein gesundes Leben.
Junge Kätzchen haben einen sehr kleinen Magen, deshalb sollten sie viele kleine Mahlzeiten bekommen. Sehr junge Kätzchen, die eigentlich noch an die Milchbar gehören (ca. bis 10 Wochen) und nicht mehr gesäugt werden können, sollten zusätzlich noch Kittenaufzuchtsmilch bekommen.

Seniorenfutter
Ab 8 Jahren gehört eine Katze zu den Senioren. Eine gesunde ältere Katze ist mit einem guten, ausgewogenen Katzenfutter gut ernährt. Ob spezielles Seniorenfutter wirklich notwendig ist, ist umstritten. Gelegentliche Kuren mit Nahrungsergänzungen die Knochen, Knorpel, Haut u.a. unterstützen sind empfehlenswert.

Mäkelige Katzen
Die Gewohnheiten der Jugend prägen für den Rest des Lebens, deshalb füttern sie verschiedene Futtersorten. Damit fixieren sie ihre Katze nicht auf eine bestimmte Marke und sie beugen einem Mangel oder Überschuss an Mineralien und Vitaminen vor, denn viele Futtersorten haben die ein oder andere Unausgewogenheit.

KEIN Hundefutter für Katzen!

Füttern sie ihre Katze nicht mit Hundefutter, die Katze ist auf einige Vitamine, Fettsäuren und Aminosäuren angewiesen, die im Hundefutter nicht enthalten sind. Das Fehlen dieser Inhaltstoffe kann zu schwerwiegenden gesundheitlichen Problemen führen. Ein weiterer Grund, weshalb Hundefutter sich nicht als Katzenfutter geeignet, sind bestimmte Konservierungsstoffe die für den Hund unbedenklich sind, für die Katze aber toxisch wirken, weil sie diese nur sehr schlecht entgiften kann.